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Mit System zur Produktivität

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Steigende Qualitätsanforderungen, Kostendruck und ein zunehmender Fachkräftemangel treffen heute in nahezu jedem produzierenden Betrieb aufeinander. Wer in dieser Gemengelage allein an einzelnen Stellschrauben dreht, erzeugt punktuelle Effekte – aber keine dauerhafte Leistungssteigerung. Dieser Beitrag zeigt, warum eine strukturierte Begleitung nach LEAN-Kaizen-Prinzipien hin zum OPEX-Status die Produktivität eines Betriebs nicht marginal, sondern erheblich verbessert – und an welchen Kennzahlen sich dieser Fortschritt belegen lässt.

1 Die Ausgangslage: Druck von zwei Seiten

Werks- und Produktionsleitungen stehen in einer klassischen Sandwich-Position: Von oben kommt die Forderung nach Kostensenkung – nicht selten in der Größenordnung von 15 % –, von unten der reale Betrieb mit Maschinenstörungen, Qualitätsthemen und einer Belegschaft, die unter Personalknappheit ohnehin am Limit arbeitet. Theoretische Optimierungsprogramme scheitern in diesem Umfeld regelmäßig, weil sie an der gelebten Realität des Shopfloors vorbeigehen.

Produktivität entsteht nicht durch mehr Druck auf vorhandene Prozesse, sondern durch das systematische Beseitigen der Ursachen, die Leistung heute verhindern. Genau hier setzt eine OPEX-Begleitung der SRE an.

2 Was Operational Excellence (OPEX) bedeutet

Operational Excellence beschreibt einen Reifegrad, in dem ein Betrieb seine Prozesse stabil beherrscht, Verschwendung konsequent erkennt und beseitigt und sich kontinuierlich aus eigener Kraft verbessert. OPEX ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Zustand – getragen von Methodik, Kennzahlen und vor allem von einer Führungskultur, die Verbesserung zur täglichen Routine macht.

Der Weg dorthin führt über die konsequente Anwendung der LEAN-Kaizen-Prinzipien. Entscheidend ist dabei die Verbindung zweier Ebenen, die in vielen Programmen getrennt behandelt werden: die technisch-methodische Prozessoptimierung und die Führungsarbeit, die diese Optimierung erst trägt.

3 Der methodische Ansatz

Die Begleitung kombiniert bewährte LEAN-Werkzeuge mit gezieltem Leadership-Coaching. Im Zentrum stehen:

  • Shopfloor-Management – die tägliche, kennzahlenbasierte Steuerung direkt am Ort der Wertschöpfung.
  • Gemba Walks – Beobachten und Verstehen der Abläufe vor Ort statt im Besprechungsraum; Probleme werden dort gelöst, wo sie entstehen.
  • Kaizen – kontinuierliche Verbesserung in kleinen, beherrschbaren Schritten durch die Mitarbeitenden selbst.
  • Verschwendungsanalyse – strukturierte Reduzierung der sieben Verschwendungsarten (Muda): Überproduktion, Bestände, Wartezeiten, Transport, Bewegung, Überbearbeitung und Fehler.
  • Lean Leadership – stabile Führungshaltung unter Druck, kommunikative Klarheit für schwierige Gespräche und systematische Konfliktmediation.

Der Ansatz ist pragmatisch statt theoretisch, ehrlich statt diplomatisch und lösungsorientiert statt problemfixiert. Das ist keine Stilfrage, sondern eine Voraussetzung für Wirksamkeit: Verbesserungen halten nur, wenn die Führung sie trägt und die Belegschaft sie mitträgt.

4 Wo die Produktivität entsteht

Erhebliche Produktivitätssteigerungen sind in der industriellen Praxis kein Zufall, sondern das Ergebnis weniger, aber konsequent bearbeiteter Stellhebel. Die folgenden Größenordnungen spiegeln typische Erfahrungswerte aus unseren LEAN-Kaizen-Transformationen in der Fertigung und Instandhaltung wider; die tatsächlich erreichbaren Werte hängen vom Ausgangsreifegrad des jeweiligen Betriebs ab.

StellhebelTypische GrößenordnungWirkmechanismus
Anlagenverfügbarkeit / OEE+10 bis +25 %-PunkteStabilisierung von Prozessen, Reduzierung ungeplanter Stillstände, vorausschauende Instandhaltung.
Rüstzeiten (SMED)−30 bis −50 %Trennung interner/externer Rüstvorgänge, Standardisierung der Werkzeugwechsel.
Durchlaufzeit−20 bis −40 %Flussorientierung, Reduzierung von Beständen und Wartezeiten zwischen den Schritten.
Nacharbeit & Ausschuss−20 bis −40 %Fehler an der Quelle vermeiden, Standardarbeit, schnelle Reaktion am Shopfloor.
Gesamtproduktivität+15 bis +20 %Summenwirkung stabiler Prozesse und gelebter kontinuierlicher Verbesserung.

Hinweis: Die genannten Bandbreiten sind methodisch begründete Erfahrungswerte u.a. aus den Projekten von Dr. Steiner, sind aber keine garantierten Einzelergebnisse. Die seriöse Bewertung erfolgt stets auf Basis einer betriebsspezifischen Ist-Aufnahme.

Der entscheidende Punkt: Diese Hebel wirken kumulativ.

Eine höhere Anlagenverfügbarkeit bei gleichzeitig reduzierter Rüst- und Nacharbeitszeit setzt Kapazität frei, die zuvor in Verschwendung gebunden war – ohne zusätzliche Investitionen und ohne zusätzliches Personal. Genau das adressiert die typische Forderung nach Kostensenkung bei steigender Qualität und knappem Fachkräftebestand.

5 Der meistunterschätzte Hebel: Führung

Werkzeuge allein erzeugen keine dauerhafte Produktivität. Studien zu Verbesserungsprogrammen wie auch die betriebliche Erfahrung zeigen, dass ein Großteil ins Stocken gerät – nicht an der Methodik, sondern an der Führung und der Kultur. Deshalb wird in der Begleitung die Methodenarbeit konsequent mit der Entwicklung der Führungskräfte verbunden.

In den Coaching-Sitzungen entstehen kommunikative Klarheit für schwierige Gespräche, eine stabile Führungshaltung unter Druck und konkrete Lösungsstrategien für die Top- und Sandwich-Position. Führungskräfte, die ihre Rolle klar ausfüllen, machen aus einmaligen Optimierungen einen sich selbst tragenden Verbesserungsprozess. Das ist der Unterschied zwischen einem kurzfristigen Effekt und einer nachhaltigen Leistungssteigerung.

6 Typischer Ablauf einer Begleitung

  • Standortbestimmung – Gemba Walk, Kennzahlen-Aufnahme und Reifegradbewertung schaffen ein belastbares Bild der Ist-Situation.
  • Fokussierung – Auswahl der wirksamsten Hebel und Definition messbarer Zielgrößen gemeinsam mit dem Führungsteam.
  • Umsetzung am Shopfloor – Einführung von Shopfloor-Management und Kaizen-Routinen, begleitet durch Leadership-Coaching.
  • Verstetigung – Übergabe der Steuerung an die Führungskräfte, sodass Verbesserung ohne externe Begleitung weiterläuft – der OPEX-Status.

7 Messbarkeit statt Versprechen

Eine seriöse Begleitung macht ihren Beitrag transparent. Vorher-Nachher-Vergleiche entlang klar definierter Kennzahlen und Zuständen – 5S, OEE, Durchlaufzeit, Erstausbeute (FPY), Rüstzeit, Ausschussquote und Produktivität je Mitarbeiterstunde – belegen die erreichte Verbesserung nachvollziehbar. Produktivitätssteigerung ist damit keine Behauptung, sondern eine bezifferbare Größe, die der Betrieb selbst weiterführen kann.

Fazit

Erhebliche Produktivitätssteigerungen entstehen dort, wo methodische LEAN-Kaizen-Arbeit und konsequente Führung zusammenkommen. Die Verbindung beider Ebenen – verankert in der täglichen Routine des Betriebs – ist der Kern einer wirksamen OPEX-Begleitung. Aus eigener jahrzehntelanger Verantwortung auf beiden Seiten der Führungsrealität heißt das für die Begleitung durch die STEINER RAIL EXPERTS (SRE) GmbH: nicht Theorie, sondern belastbare, messbare Leistung.

„Die STEINER RAIL EXPERTS (SRE) GmbH – vertreten durch den OPEX-Executive-Berater Dr. Thomas Steiner – bringt Sie ins Ziel.“

Autor: Dr. Thomas Steiner

Senior Executive Consultant, STEINER RAIL EXPERTS (SRE) GmbH. 30 Jahre Verantwortung als Werksleiter, VP-COO, Geschäftsführer-CE und Leitender Angestellter mit voller Profit- & Loss-Verantwortung in Fertigung, Maschinen-/Anlagenbau und in der Schienenfahrzeug-Industrie.