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TPM für Schienenfahrzeuge

Ein ungeplanter Ausfall im Betrieb kostet mehr als die Instandsetzung selbst, weil Umlauf und Reserve gleichzeitig betroffen sind. TPM setzt an den Baugruppen an, die wiederholt auffallen, und verlagert die Instandhaltung von der Reaktion zur Vorbeugung.
Viele Instandhaltungsprogramme sind über Jahre gewachsen und arbeiten mit festen Fristen. Baugruppen, die häufiger ausfallen als vorgesehen, werden dabei genauso behandelt wie alle anderen. TPM für Schienenfahrzeuge wertet das tatsächliche Ausfallgeschehen aus und zeigt, an welchen Bauteilen eine zustandsorientierte Prüfung wirksamer ist als eine feste Frist.
Ein Fahrzeug fällt selten überraschend aus. Überraschend ist meist nur, dass niemand die Anzeichen zusammengetragen hat.

Worum es bei TPM geht

Wir werten Störungsmeldungen, Befundungsergebnisse, Instandsetzungsaufträge und Ersatzteilverbräuche über einen längeren Zeitraum aus und suchen nach Baugruppen, die wiederholt auffallen. Häufig verursachen wenige Bauteile einen großen Teil der ungeplanten Ausfälle, und in vielen Fällen haben sich diese Ausfälle vorher angekündigt.

Aus der Auswertung entstehen konkrete Änderungen am Instandhaltungsprogramm, etwa angepasste Prüfumfänge an den auffälligen Baugruppen oder zustandsorientierte Prüfungen anstelle starrer Fristen. Dazu kommt ein geregelter Rückfluss der Beobachtungen aus dem Fahrbetrieb in die Werkstatt, damit Hinweise des Fahrpersonals nicht als Einzelmeldungen versanden. Jede Änderung an den Fristen stimmen wir mit der für die Instandhaltung zuständigen Stelle ab. Die Fristen sind Teil des genehmigten Programms.

Typische Einsatzfälle


Dieselben Baugruppen fallen immer wieder aus
Fahrzeuge kommen zwischen zwei Fristen ungeplant in die Werkstatt
Störungsmeldungen aus dem Fahrbetrieb werden erfasst, aber nicht ausgewertet
Das Ausfallbild hat sich verändert, die Prüfumfänge sind unverändert geblieben
Einzelne Bauteile erreichen ihre erwartete Lebensdauer regelmäßig nicht
Vorgehen

Unser Vorgehen

Die Einführung von TPM folgt einem strukturierten Ablauf von der Standortbestimmung über die Definition von Aufgaben und Kennzahlen bis zur Verankerung im Tagesbetrieb.
01
Standortbestimmung
Analyse der aktuellen Prozesse, Kennzahlen und Führungsstrukturen vor Ort
02
Zieldefinition & KPI
Festlegung messbarer Ziele und geeigneter Kennzahlen gemeinsam mit der Führung
03
Konzept & Maßnahmenplan
Erarbeitung eines konkreten, priorisierten Vorgehens
04
Umsetzung & Begleitung
Praktische Begleitung der Umsetzung direkt am Ort der Wertschöpfung
05
Verankerung & Nachhaltigkeit
Sicherstellung, dass neue Routinen im Alltag verankert bleiben

    Ihre Vorteile im Überblick

    • Eine Auswertung der Baugruppen mit den meisten ungeplanten Ausfällen
    • Begründete Empfehlungen für zustandsorientierte Prüfungen anstelle starrer Fristen
    • Angepasste Prüfumfänge an den nachweislich auffälligen Bauteilen
    • Ein geregelter Rückfluss der Beobachtungen aus dem Fahrbetrieb in die Werkstatt
    • Weniger ungeplante Werkstattzugänge zwischen den Fristen
    • Erfahrung aus der Fahrzeuginstandhaltung und Fachexpertise für ECM
    FAQ

    Häufige Fragen
    zu TPM für Schienenfahrzeuge

    Was bedeutet TPM konkret?
    TPM steht für Total Productive Maintenance und verbindet autonome Instandhaltung durch das Bedienpersonal mit geplanter Instandhaltung durch Fachpersonal.
    Welche Aufgaben übernimmt das Bedienpersonal bei TPM?
    Typischerweise einfache, wiederkehrende Tätigkeiten wie Sichtprüfungen, Reinigung oder das Erkennen erster Anzeichen von Verschleiß.
    Was ist die Gesamtanlageneffektivität?
    Sie ist eine Kennzahl, die Verfügbarkeit, Leistung und Qualität einer Anlage zusammenfasst und damit ungenutztes Verbesserungspotenzial sichtbar macht.
    Ist TPM auch für ältere Fahrzeugflotten geeignet?
    Ja, die Prinzipien lassen sich unabhängig vom Fahrzeugalter anwenden, der konkrete Aufgabenzuschnitt wird an den jeweiligen technischen Zustand angepasst.
    Kontakt

    Wenn dieselben Baugruppen ausfallen und die Prüfumfänge unverändert bleiben

    Beschreiben Sie uns, welche Baugruppen bei Ihnen wiederholt auffallen. Wir prüfen mit Ihnen, ob Ihr vorhandenes Datenmaterial aus Störungsmeldungen und Instandsetzungsaufträgen für eine belastbare Auswertung ausreicht.
    Direktkontakt
    Dr. Thomas Steiner
    Jetzt anfragen