Just-in-Time bildet neben Jidoka die zweite tragende Säule des Toyota Production Systems. Die Idee entstand, als Kiichiro Toyoda amerikanische Serienfertigungsanlagen studierte und daraus die Vorstellung ableitete, Bestände so weit wie möglich zu reduzieren, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden. Inspiriert wurde das Konzept unter anderem vom amerikanischen Supermarktprinzip, bei dem Regale erst nach tatsächlichem Verbrauch wieder aufgefüllt werden. Praktisch umgesetzt wird Just-in-Time häufig über Kanban-Systeme, die den Materialfluss nach dem Pull-Prinzip steuern. Der Ansatz senkt Lagerkosten und Kapitalbindung erheblich, macht ein Unternehmen aber auch stärker abhängig von einer stabilen, gut abgestimmten Lieferkette, da Puffer bewusst reduziert werden.