Der Begriff bedeutet wörtlich Karte, Tafel oder Beleg und wurde 1947 von Taiichi Ohno bei Toyota entwickelt, inspiriert vom Nachfüllprinzip amerikanischer Supermärkte. Über eine Kanban-Karte fordert ein nachgelagerter Produktionsschritt beim vorgelagerten Schritt genau die Menge an Teilen an, die tatsächlich verbraucht wurde, und legt Zeitpunkt und Lieferort fest. Ohne eine solche Karte darf keine Fertigung gestartet werden, wodurch Überproduktion und unnötige Zwischenlager systematisch vermieden werden. Kanban setzte sich ab den 1960er Jahren zunächst innerhalb von Toyota durch und wurde später zum weltweit verbreiteten Standardwerkzeug zur Steuerung von Materialfluss und Produktion, heute häufig unterstützt durch Barcode- und IT-Systeme statt physischer Karten.