Das zugehörige Prinzip Genchi Genbutsu, wörtlich der tatsächliche Ort und die tatsächliche Sache, wurde maßgeblich von Taiichi Ohno geprägt. Er war überzeugt, dass Kennzahlen und Berichte immer nur ein unvollständiges Bild der Realität liefern, und forderte seine Ingenieure auf, sich direkt am Gemba ein eigenes Bild zu machen. In der Praxis bedeutet das: Bei einem Problem geht die Führungskraft nicht in ein Meeting, um Berichte zu diskutieren, sondern zur Maschine oder zum betroffenen Arbeitsplatz, beobachtet den Ablauf und spricht mit den Beteiligten. Im Shopfloor Management ist der regelmäßige Gemba Walk fester Bestandteil der Führungsroutine. Ein vergleichbares westliches Konzept ist Management by Walking Around, das unabhängig davon in den 1970er Jahren entstand.