Der Ingenieur Bill Smith entwickelte Six Sigma 1986 bei Motorola, methodisch ergänzt durch den DMAIC-Zyklus, also Definieren, Messen, Analysieren, Verbessern und Steuern. Bekannt wurde die Methode vor allem durch General Electric unter Jack Welch in den 1990er Jahren. Der Name bezieht sich auf die statistische Vorgabe, dass die nächstgelegene Toleranzgrenze eines Qualitätsmerkmals mindestens sechs Standardabweichungen vom Mittelwert entfernt liegen soll, was einer Fehlerquote von rund 3,4 Fehlern pro Million Vorgängen entspricht. Während Lean vor allem auf die Reduktion von Verschwendung und einen durchgängigen Fluss zielt, konzentriert sich Six Sigma auf die statistische Reduktion von Prozessstreuung. In der Praxis werden beide Ansätze häufig als Lean Six Sigma kombiniert.