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Crossfunktionale Koordination

Viele Verzögerungen und Qualitätsprobleme entstehen nicht innerhalb einzelner Funktionsbereiche, sondern an den Schnittstellen dazwischen, etwa wenn Planung, Logistik und Ausführung unterschiedliche Annahmen über Termine oder Voraussetzungen treffen. Crossfunktionale Koordination macht diese Schnittstellen bewusst zum Gegenstand der Steuerung, üblicherweise über feste, funktionsübergreifende Abstimmungsrunden und gemeinsam genutzte Kennzahlen. Im Shopfloor Management ist eine funktionierende crossfunktionale Koordination Voraussetzung dafür, dass Abweichungen tatsächlich früh erkannt werden, da einzelne Funktionsbereiche für sich genommen oft nur einen Ausschnitt des Gesamtprozesses überblicken. Besonders bei komplexen Projekten mit vielen beteiligten Gewerken oder Abteilungen entscheidet die Qualität dieser Koordination häufig stärker über den Projekterfolg als die Leistung jeder einzelnen Funktion.


Quelle

VDI 2870, Ganzheitliche Produktionssysteme; REFA-Lexikon „Wertstrommanagement“.