Die Taktzeit gibt vor, in welchem zeitlichen Rhythmus ein Produkt fertiggestellt werden muss, um die tatsächliche Kundennachfrage exakt zu bedienen, und errechnet sich aus der verfügbaren Produktionszeit geteilt durch den Kundenbedarf im gleichen Zeitraum. Sie dient als zentrale Planungsgröße, um den gesamten Produktionsfluss eng an die tatsächliche Nachfrage zu koppeln. Davon klar zu unterscheiden sind die Zykluszeit, also die tatsächlich benötigte Dauer eines konkreten, sich wiederholenden Arbeitsvorgangs, sowie die Durchlaufzeit, die Gesamtdauer eines vollständigen Auftrags von Beginn bis Ende. Im deutschen Sprachraum wird der Begriff Taktzeit in der Praxis häufig fälschlich synonym für die Zykluszeit verwendet. Die möglichst enge Angleichung der tatsächlichen Zykluszeit an die geplante Taktzeit gilt als Kernziel jeder konsequenten Fließfertigung.