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Risslupe (Betonschwelle)

Die Risslupe, häufig auch als Rissbreitenmaßstab bezeichnet, ermöglicht die direkte Ablesung der Breite eines Risses in Beton und deckt dabei typischerweise einen Messbereich von wenigen Zehntelmillimetern bis mehreren Millimetern ab. Sie kommt vor allem dort zum Einsatz, wo ein Riss bereits von außen sichtbar ist und dessen tatsächliches Ausmaß zur weiteren Bewertung genau bestimmt werden muss. Die zulässige Rissbreite in Stahl- und Spannbetonbauteilen ist normativ begrenzt, um Korrosion der Bewehrung durch eindringende Feuchtigkeit zu verhindern und die langfristige Dauerhaftigkeit des Bauteils zu sichern. In der Praxis ergänzt die Risslupe die zerstörungsfreie Ultraschallprüfung, die vor allem innenliegende, von außen nicht sichtbare Schäden aufdeckt.


Quelle

DIN 1076; DIN EN 1992 (Eurocode 2); DBV-Merkblatt „Begrenzung der Rissbildung“ (2016).