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Engineering & Design für Schienenfahrzeuge und Eisenbahninfrastruktur

Eine Spezifikation entscheidet darüber, was später geliefert wird und was in der Abnahme durchgeht. Wir erarbeiten die technischen Unterlagen für Neubau, Umbau und Beschaffung und begleiten die Umsetzung bis zum Nachweis.
Engineering-Entscheidungen im System Bahn wirken über Jahrzehnte. Eine unpräzise Spezifikation führt zu Nachträgen in der Beschaffung, ein Designfehler zu Mehrkosten in Fertigung und Instandhaltung. Wer Fahrzeuge baut, umbaut oder Infrastruktur plant, braucht belastbare Unterlagen und eine fachkundige Begleitung der Umsetzung.
Ob ein Umbau eine neue Genehmigung auslöst, entscheidet sich in der Konstruktion und nicht in der Werkstatt.

Worum es bei Engineering & Design geht

Im Zentrum steht die technische Ausarbeitung von Anforderungen und Lösungen für Schienenfahrzeuge, Komponenten und Bahninfrastruktur. Dazu gehören Lastenhefte und Spezifikationen für Neubau, Umbau und Beschaffung, die Bewertung von Konstruktions- und Designvarianten sowie Layouts und Detaildesign moderner Infrastruktur- und Werkstattanlagen.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt in der Begleitung der Umsetzung. Bei Produktion und Umbau von Schienenfahrzeugen prüfen wir, ob die Ausführung den vereinbarten Anforderungen und Regelwerken entspricht. Abweichungen werden dokumentiert und mit Herstellern, Betreibern und Haltern geklärt, bevor sie zu Abnahmeproblemen werden.

Bei Umbauten an genehmigten Fahrzeugen klären wir früh, in welche Änderungskategorie das Vorhaben nach der Durchführungsverordnung (EU) 2018/545 fällt. Berührt die Änderung ein grundlegendes Konstruktionsmerkmal, kann eine neue Genehmigung erforderlich werden. Diese Frage bestimmt Zeitplan und Kosten des Vorhabens und lässt sich vor dem ersten Konstruktionsschritt am günstigsten beantworten.

Typische Einsatzfälle


Für eine Beschaffung fehlt ein belastbares Lastenheft
Eine Werkstatt- oder Infrastrukturanlage soll neu geplant werden
Ein Umbau an Bestandsfahrzeugen ist technisch abzusichern
Bei Produktion oder Umbau soll die Ausführung laufend nachgewiesen werden
Mehrere Konstruktionsvarianten stehen zur Auswahl und der Vergleich fehlt
Zwischen Fahrzeug, Infrastruktur und Betrieb ist eine Schnittstelle ungeklärt
Ein Umbau an einem genehmigten Fahrzeug ist geplant und die Genehmigungsfolgen sind offen
Vorgehen

Unser Vorgehen

Jedes Vorhaben beginnt mit der Klärung von Aufgabenstellung, Randbedingungen und geltenden Regelwerken. Darauf folgen die technische Ausarbeitung, die Abstimmung mit den Beteiligten und die dokumentierte Übergabe der Ergebnisse. Umfang und Tiefe richten sich nach dem konkreten Vorhaben.
01
Erstgespräch & Einordnung
Klärung von Anlass, Anlage und Fragestellung: Um welches Fahrzeug, welche Infrastruktur oder welche Anlage geht es, was soll bewertet werden und für wen? Dabei wird auch geklärt, ob ein Gutachten, eine Stellungnahme oder eine technische Expertise das passende Format ist und welche Unterlagen benötigt werden. Auf dieser Basis erhalten Sie eine Einschätzung zu Umfang, Ablauf und Aufwand.
02
Unterlagenprüfung
Sichtung der technischen Dokumentation, darunter Pläne, Zeichnungen, Instandhaltungsnachweise, Prüfprotokolle, Schadensmeldungen und vorhandene Vorgutachten. Geprüft wird, ob die Unterlagen vollständig und schlüssig sind und welche Punkte vor Ort verifiziert werden müssen. Lücken in der Dokumentation werden benannt und beim Auftraggeber nachgefordert.
03
Vor-Ort-Begutachtung
Technische Untersuchung am Objekt: Aufmaß, Sichtprüfung, Zustandsaufnahme und fotografische Dokumentation der relevanten Befunde. Je nach Fragestellung werden Messungen durchgeführt oder Prüfverfahren eingesetzt. Alle Befunde werden so erhoben und dokumentiert, dass sie später nachvollziehbar belegt werden können.
04
Bewertung & Dokumentation
Gutachterliche Stellungnahme mit Ergebnis und Begründung: Die Befunde werden bewertet, technische Ursachen und Zusammenhänge werden dargestellt und das Ergebnis wird schriftlich dokumentiert. Je nach Auftrag umfasst das Gutachten auch eine Kosteneinschätzung, ein Reparaturkonzept oder eine Wertermittlung. Aufbau und Begründungstiefe sind so gehalten, dass das Dokument gegenüber Versicherern, Gerichten oder Behörden verwendbar ist.
05
Abstimmung
Klärung offener Punkte mit Auftraggeber, Behörde, Versicherer oder weiteren Beteiligten. Zwischenergebnisse werden eingeordnet, fehlende Informationen nachgefordert und der weitere Untersuchungsumfang bei Bedarf angepasst. So ist vor der abschließenden Bewertung klar, welche Fragen das Gutachten beantworten muss.

    Ihre Vorteile im Überblick

    • Spezifikationen, die in Ausschreibung, Fertigung und Abnahme Bestand haben
    • Konstruktionsentscheidungen auf nachvollziehbarer technischer Grundlage
    • Norm- und Zielkonflikte werden im Design erkannt statt in der Ausführung
    • Durchgängige Dokumentation von der Anforderung bis zum Nachweis
    • Herstellerunabhängige Bearbeitung mit Zugriff auf ein Netzwerk von Spezialisten
    • Von der DAkkS benannter Fachexperte für die Zulassung von Bahnfahrzeugen
    FAQ

    Häufige Fragen
    zu Engineering & Design

    Wann ist eine externe Engineering- und Design-Leistung sinnvoll?
    Immer dann, wenn intern Kapazität oder spezifisches Bahn-Know-how fehlt: etwa bei der Erstellung von Lastenheften, bei Umbauvorhaben an Bestandsfahrzeugen oder beim Layout neuer Infrastruktur- und Werkstattanlagen. Auch als unabhängige zweite Instanz zur Prüfung vorhandener Konstruktionsunterlagen wird die Leistung beauftragt.
    Wer beauftragt typischerweise Engineering- und Design-Leistungen?
    Hersteller von Schienenfahrzeugen und Komponenten, Eisenbahnverkehrsunternehmen, Fahrzeughalter und Leasinggesellschaften, Instandhaltungswerke sowie Infrastrukturbetreiber und Projektgesellschaften. Der Anlass reicht von der Beschaffung über den Umbau bis zur Anlagenplanung.
    Worin unterscheidet sich Engineering & Design von einem Gutachten?
    Ein Gutachten bewertet einen bestehenden Sachverhalt, etwa einen Schaden oder den Zustand eines Assets. Engineering & Design ist gestaltend: Es definiert Anforderungen, entwickelt technische Lösungen und begleitet deren Umsetzung. Beide Leistungen können sich in einem Projekt ergänzen.
    Wie läuft ein Engineering-Auftrag ab?
    Zu Beginn werden Aufgabenstellung, Randbedingungen und die geltenden Normen und Regelwerke geklärt. Danach folgen die technische Ausarbeitung, die Abstimmung mit Herstellern, Betreibern oder Behörden und die dokumentierte Übergabe. Bei Produktions- und Umbauvorhaben kann eine begleitende Nachweisführung vereinbart werden.
    Welche Ergebnisse liefert die Zusammenarbeit konkret?
    Je nach Auftrag entstehen Lastenhefte, technische Spezifikationen, Layout- und Designunterlagen, Variantenbewertungen oder Prüf- und Nachweisdokumentationen. Alle Unterlagen sind so aufgebaut, dass Beschaffung, Fertigung oder technische Abnahme unmittelbar damit arbeiten können.
    Werden Anforderungen aus TSI und ECM berücksichtigt?
    Ja. Spezifikationen und Designentscheidungen werden gegen die einschlägigen europäischen und nationalen Regelwerke geprüft, darunter die anwendbaren TSI sowie Anforderungen aus dem ECM-Kontext. Das reduziert das Risiko von Nacharbeiten in Zulassung und Abnahme.
    Kontakt

    Wenn die Spezifikation entscheidet, was Sie am Ende geliefert bekommen

    Schildern Sie uns das Vorhaben und den Stand der Planung. Wir sagen Ihnen, welche Unterlagen für Ausschreibung und Abnahme nötig sind und ob genehmigungsrechtliche Fragen zu klären sind.
    Direktkontakt
    Dr. Thomas Steiner
    Jetzt anfragen