Die Oberleitung versorgt elektrisch betriebene Triebfahrzeuge über den Stromabnehmer mit Bahnstrom, während der Stromkreis über die Schienen als Rückleiter geschlossen wird. Eisenbahnfahrleitungen sind in der Regel als sogenanntes Kettenwerk ausgeführt, bei dem ein tragendes Seil über einzelne Hänger den eigentlichen Rillenfahrdraht aus Kupfer trägt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt dabei ein eigenes Bahnstromnetz mit besonderer Spannung und Frequenz zum Einsatz, andere europäische Länder nutzen abweichende Systeme mit anderer Spannung und Frequenz oder Gleichstrom. Nachspannvorrichtungen gleichen die temperaturbedingte Längenänderung des Fahrdrahts automatisch aus, während Unterwerke entlang der Strecke die eingespeiste Energie in die benötigte Bahnspannung umwandeln.